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Die Schlummerbibliothek

Das Schlafzimmer für guten Schlaf: Temperatur, Licht und Lärm

Kühl, dunkel und ruhig. Was neue amerikanische Forschung darüber sagt, wie Wärme, Licht und Lärm im Schlafzimmer den Schlaf stören, und was Sie tun können.

Aktualisiert am 29.10.2026

Die Schlafmediziner der Amerikanischen Akademie für Schlafmedizin (AASM) fassen es in drei Wörtern zusammen: Das Schlafzimmer soll kühl, dunkel und ruhig sein. Eine neue Studie zeigt, warum das wichtig ist, auch wenn es sich nicht unbedingt in der Zahl der Schlafstunden zeigt.

Schlafstunden sind nicht alles

Forschende der Pennsylvania State University (Penn State) begleiteten zwei Wochen lang 372 junge Erwachsene aus den ganzen USA. Alle trugen am Handgelenk ein Gerät, das den Schlaf maß. Morgens notierten sie, ob sie nachts Hitze, Licht oder Lärm gestört hatte. Die Studie erschien 2026.

Interessant ist, was sich nicht änderte: die Schlafdauer. Die Menschen schliefen ungefähr gleich lang, nur schlechter. Die Autoren folgern daraus, dass Schlafqualität und Schlafdauer zwei verschiedene Dinge sind. „Teile des Gehirns bleiben auch im Schlaf wachsam und überwachen die Umgebung“, erklärt Mitautor Orfeu Buxton, warum Lärm so sehr stört.

Temperatur: Der Körper muss abkühlen

Einschlafen hängt mit der Körpertemperatur zusammen. Abends und nachts kühlt der Körper von selbst ab. Ist es im Schlafzimmer zu warm, gelingt das schlechter, und der Schlaf kommt langsamer.

Eine große Studie in der Fachzeitschrift One Earth verknüpfte über 7 Millionen Nächte, gemessen mit Fitnessarmbändern, mit dem örtlichen Wetter. Die Ergebnisse:

Welche Temperatur ist die beste? Die amerikanische Sleep Foundation nennt etwa 16 bis 20 °C, ideal um 18 °C. Eine feste Zahl für alle gibt es aber nicht. Der eine schläft bei 17 °C gut, die andere bei 20 °C. Wichtig ist, dass Ihnen unter der Decke nicht zu warm wird.

Im Herbst und Winter auf die Heizung achten. Im Schlafzimmer reicht es, weniger zu heizen als im Wohnzimmer. Vor dem Schlafen kurz stoßlüften.

Babys brauchen es im Schlafzimmer eher ein, zwei Grad wärmer, aber nicht heiß. Überhitzung ist für sie gefährlich. Mehr dazu im Artikel Wie viel Schlaf brauchen Kinder?

Licht: abends gedämpft, nachts dunkel

Licht ist für die innere Uhr das stärkste Signal für den Tag. Abendliches Licht, sogar eine gewöhnliche Zimmerlampe, schiebt die Müdigkeit hinaus. Ausführlich schreiben wir darüber im Artikel Licht, innere Uhr und Zeitumstellung.

Lärm: Stille oder wenigstens ein gleichmäßiges Geräusch

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass es nachts im Schlafzimmer leiser als 30 dB ist. Das ist etwa Flüstern. Den Schlaf stören vor allem plötzliche Geräusche, etwa eine zuschlagende Tür oder ein vorbeifahrendes Auto.

Die schnelle Checkliste

Wenn Sie auch in einem gut eingerichteten Schlafzimmer lange schlecht schlafen, liegt es nicht am Zimmer. Gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt. Mehr dazu im Artikel Wenn man nicht einschlafen kann.

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